Das mobile Glück – Wie mobile Technologie im modernen Japan
das Glücksbefinden beeinflusst

Das mobile Glück –
Wie mobile Technologie im modernen Japan
das Glücksbefinden beeinflusst

Tristan Junker

Inhalt
1. Einführung...............................................................................3
2. Forschungsstand.....................................................................4
3. Daten und Methodik................................................................7
4. Deskriptive Statistik.................................................................9
5. Multivariate Statistik..............................................................11
5. 1. Crosstabs ohne Kontrollvariable....................................11
5. 2. Crosstabs mit Kontrollvariablen.....................................12
5. 3. Korrelation.....................................................................16
5. 4. T-Test.............................................................................17
5. 5. One-way ANOVA............................................................18
6. Diskussion.............................................................................19
7. Zusammenfassung................................................................21
8. Literaturverzeichnis...............................................................22
9. Abbildungsverzeichnis...........................................................24
10. Tabellenverzeichnis.............................................................24
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1. Einführung
Der Großteil der japanischen Bevölkerung verwendet mobile Kommunikationsgeräte auf regulärer Basis (Charles 2015). Da mobile Technologie und Vernetzung von Menschen eine zunehmend größere Rolle spielen (West 2015), beschäftige ich mich damit, welche Auswirkung diese auf die Lebenszufriedenheit der Japanerinnen und Japaner hat. Unter mobiler Technologie, die in dieser Studie zum Gegenstand gemacht wird, fallen Handys und PCs von 2004. Ich ziehe auch den Vergleich mit aktueller Technologie, dabei vor allem Smartphones, die heute die Funktionen von den beiden Geräten vereinen (Nakayama 2002:244).
Die Zielsetzung dieser Arbeit ist es, die Frage zu beantworten „Wie beeinflusst die Verwendung von mobiler Kommunikationstechnologie die Lebenszufriedenheit von Menschen in Japan zur Zeit der Erhebung der Ōsaka Universität mit einem Datensatz von 2004?“. Um diese Frage zu beantworten habe ich mir im ersten Schritt den relevanten Datensatz aus der Social research database der Universität Ōsaka herausgesucht (SRDQ 2004). Als abhängige Variable habe ich die „Lebenszufriedenheit“ festgelegt, als unabhängige Variable verwendete ich die Nutzung von „PCs“ als auch „Handys“. In diesem Kontext untersuchte ich auch die Anzahl der Personen mit denen man über Mail und/oder SMS in Verbindung steht im Bezug zur Lebenszufriedenheit. Als Kontrollvariablen dienten sowohl das Alter und das Einkommen. Meine Hypothese ist, da Menschen in Japan durch mobile Technologie mehr Möglichkeiten haben mit ihren Mitmenschen zu kommunizieren, fühlen sie mehr Zufriedenheit im Leben. Je mehr Kontakte vorhanden sind desto zufriedener sind die User. Eine zweite Hypothese ist, dass das Nichtvorhandensein eines PCs sich mit einem geringen Einkommen überschneidet, dieses jedoch höchstwahrscheinlich grundsätzlich in einer geringeren Lebenszufriedenheit resultiert. Dadurch kann es zu Fehlschlüssen bezüglich dem Zusammenhang mit der Verwendung von mobiler Technologie kommen, da kein PC, kein Handy und geringes Einkommen genauso wenig Lebenszufriedenheit ausdrücken kann wie geringes Einkommen alleine. Ich denke, dass es bei älteren Personen einen signifikanteren Unterschied macht, ob sie einen PC verwenden und wie viel Mail bzw. Textkontakte sie haben, da sie neu mit der Technologie in Berührung gekommen sind und weniger Kontakte pflegen als junge Menschen. Es gilt zu überprüfen, ob die gesammelten Daten diese Hypothesen unterstützen.
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2. Forschungsstand
Die englische Sprache bietet mehrere ähnliche Begriffe, die eng mit „Lebenszufriedenheit“ verbunden sind. Happiness lässt sich mit dem subjektiven well-being gleichsetzen, welches wiederum die Gesamtbeurteilung der life satisfaction einer Einzelperson darstellt (Diener/Ryan 2009). Als Variable in meinem Datensatz verwendete ich „Lebenszufriedenheit“, die englische Literatur dagegen spricht sehr häufig von happiness. Die drei genannten englischen Begriffe werden eher fließend verwendet (Diener/Ryan 2009:391). Daher werde ich in der Arbeit den Begriff „Lebenszufriedenheit“ verwenden, der als Variable im Datensatz eingesetzt wurde, möchte aber zu bedenken geben, dass die herangezogenen Werke zwischen happiness und life-satisfaction wechseln. Aus der Definition oben geht hervor, dass die Begriffe für meine Analyse ausreichend synonym sind.
Hans Jonas schrieb 1984, dass sich mit dem Aufkommen moderner Technologie das Machtverhältnis zwischen Mensch und Natur verändert hat und wir unsere klassischen ethischen Kategorien überdenken müssen (Jonas 1984). Jonas argumentiert, dass die bisherige Ethik einige Annahmen als gegeben betrachten konnte:
(1) Der menschliche Zustand, gegeben durch die Natur des Menschen und die Natur der Dinge, steht in den Grundzügen ein für allemal fest. (2) Das menschlich Gute läßt sich auf dieser Grundlage unschwer und einsichtig bestimmen. (3) Die Reichweite menschlichen Handelns und daher menschlicher Verantwortung ist eng umschrieben. (Jonas 1984:15)
Dies sei aber durch die moderne Technologie neu definiert, da auch die menschliche Natur veränderbar geworden sei. Wie beeinflusst diese Zunahme von Technologie die Suche des Menschen nach Lebenszufriedenheit? Carl Mitcham unterscheidet in seinem Werk Thinking through Technology (1994) zwei wesentliche Zugänge zur Philosophie der Technologie, enlightenment optimism und romantic uneasiness über Technologie – zwei der frühen Reaktionen auf die sozialen Veränderungen durch die Industrielle Revolution, die auch heute noch Gültigkeit haben (Mitcham 1994). Auch in der von mir bearbeiteten Sekundärliteratur lässt sich meist grundlegend sagen, dass es eher optimistische als auch eher kritische Sichtweisen gegenüber dem Einfluss mobiler Technologie auf die Lebenszufriedenheit gibt. Als einer der Befürworter des Vormarsches mobiler Technologie gilt der Wissenschaftler Darrell West. In seinem Werk Going mobile – How wireless technology is reshaping our lives (2015) beschreibt er wie Mobiltelefone, Smart5
phones und Tablets eine immer wichtigere Rolle in unserer Gesellschaft spielen: „With cell phones, smartphones, and tablets now outnumbering desktop computers, there has been a sea change in the way people access, use, and share information“ (West 2015:1). Da die mir vorliegenden Forschungsdaten von einer Umfrage in Japan von 2004 stammen, ist festzuhalten, dass seit dem einige neue Entwicklungen sowie die Verbreitung von Smartphones und Tablets die Ergebnisse einer Studie die heute gemacht würde beeinflussen. Daher kann es sein, dass sich der Einfluss von mobilen Endgeräten und deren Funktionsmöglichkeiten heutzutage stärker auf die Lebenszufriedenheit auswirkt. „For the first time, people are able to connect with one another in a relatively inexpensive and convenient manner around the clock“ (West 2015:1). Aber macht das die Menschen zufriedener? In seiner Studie stellt Andreas Spahn fest, dass es verschiedene Arten von Lebenszufriedenheit gibt und beschreibt diese in einem Beispiel:
Jim wants to climb a mountain in Switzerland. This is by no means an easy enterprise; [...] He trains his discipline and endurance and other virtues needed to be a good mountain climber. He then goes on to climb the mountain. Once he is on top, the view is overwhelmingly beautiful. Jim enjoys this magnificent view. He is happy.
John wants to reach the top of a mountain in Switzerland. He decides to buy a ticket at the local cable railway that brings him to the top. The cable railway is a quite complex technological artifact, and it successfully does the job of bringing visitors to the mountain top. John arrives at the top and enjoys the magnificent view. He is happy. Even though in this little story both persons end up being happy, they both might enjoy quite a different type of happiness. (Spahn 2015:4)
Der Unterschied zwischen den beiden Arten auf einen Berggipfel zu kommen, liegt in der Herangehensweise: erreiche ich mein Ziel aus eigener Kraft oder stütze ich mich auf moderne Technik, um dorthin zu gelangen? Es ist nicht meine Absicht hier eine Wertung vorzunehmen, sondern festzuhalten, dass die beiden Wege an verschiedene Ziele führen, was die Lebenszufriedenheit betrifft. Derjenige der aus eigener Kraft den Berg besteigt erlangt achiever‘s happiness, während derjenige der sich moderne Technik zunutze macht bei spectator‘s happiness angelangt (Spahn 2015:4). Wie verhält sich das zu mobiler Kommunikationstechnologie? Menschen sind rund um die Uhr zu erreichen, nur einen Klick aufs Smartphone entfernt – alltägliche Kommunikationssituationen verändern sich. Warum sollte ich einen Freund treffen, der zwei Straßen weiter
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wohnt, wenn ich auch einfach von meinem Handy aus Neuigkeiten austauschen kann? Diese etwas zugespitzte Formulierung lässt erkennen, dass sich durch die Weiterentwicklung von Kommunikationsverhalten mittels neuer Technologie die Beziehung zu unseren Mitmenschen ändern kann – spectator‘s happiness nimmt immer mehr auch in unserem Sozialleben zu. Wenn man diese zwei Arten von Lebenszufriedenheit auf mobile Kommunikationstechnologie umlegt, kann man sie also mit zwei Arten des zwischenmenschlichen Kontaktes gleichsetzen: in Person/offline und über elektronische Medien/online. Aus der Studie über belongingness – Menschen sind soziale Wesen, die sich mit anderen verbinden und vernetzen wollen – entwickelte sich das Konzept der social connectedness (Baumeister/Leary 1995). Dieses Konzept spielt in meiner Arbeit bei der Analyse der Kontakte per Mail und Textnachricht, da auch auch ein Bezug zur Lebenszufriedenheit besteht:
Social connectedness can be expressed through various needs fulfillments and social behaviors, such as seeking out other individuals to avoid feeling lonely, to ask for advice, or simply to socialize. […] Thus, social connectedness is an essential part of human life and important factor for well-being. (Holmberg 2014:3)
Dieses Zitat bezieht sich auf soziale Verbundenheit online sowie offline. Für die vorliegende Arbeit ist die online-Seite die, die für eine Analyse meines Datensatzes geeignet ist. In ihrer Studie präsentiert Lena Holmberg mehrere Annahmen im Zusammenhang mit online und offline social connectedness, von denen wiederum eine für diese Arbeit relevant ist:
The assumption suggests that happiness derived from online social connectedness is directly linked to quantity of friends. Implying that those who have large online networks would be happier than those who have fewer online friends. (Holmberg 2014:9)
In meiner Studie überprüfe ich den Bezug von Lebenszufriedenheit und der Anzahl der Mail- und Textnachrichtenkontakte in Japan. Bisherige Studien zu diesem Thema lassen noch keinen eindeutigen Schluss zu (Holmberg 2014:10). Daher werde ich überprüfen, ob sich aus dem mir vorliegenden Datensatz signifikante Ergebnisse für Japan finden lassen.
Aus Studien die mit jungen Mädchen in den USA durchgeführt wurden geht hervor, dass persönliche, zwischenmenschliche Kommunikation eine größere positive Auswirkung als indirekte Kommunikation über soziale Medien (Pea et al. 2012:328).
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Andererseits lässt sich durchaus aus den zwei Zufriedenheitsarten ableiten, dass mobile Technologie nicht zwingend eine Veränderung unserer Lebenszufriedenheit zur Folge hat. Studien legen dar, dass eine übermäßige Nutzung von mobilen Endgeräten auch negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann, wie beispielsweise erhöhter Stress oder Schlaflosigkeit (Graham/Nikolova 2012, Uichin et al. 2014). Es bleibt zu vermuten, dass sich eine solche gesundheitliche Einschränkung negativ mit der Lebenszufriedenheit verhält. In ihrer Studie zur Lebenszufriedenheit weltweit beschreiben Carol Graham und Milena Nikolova, wie Menschen, welche weniger wohlhabend sind oder eben noch nie mit neuer Technologie in Verbindung gekommen sind, stärker von dessen plötzlichem Konsum positiv in Betracht auf die Lebenszufriedenheit beeinflusst werden, als die die schon seit längerer Zeit mit ihr in Verbindung standen (Graham/Nikolova 2012:135). Da es den Rahmen dieser Studie sprengen würde sich auch mit den negativen Aspekten von moderner, mobiler Kommunikationstechnologie auseinandersetzten, möchte ich an dieser Stelle nur darauf hinweisen, dass diese auch Einfluss auf die Lebenszufriedenheit nehmen können.
3. Daten und Methodik
Der verwendete Datensatz wurden von der Social research database on questionnaires (fortan SRDQ) einem Projekt der Universität Ōsaka bereitgestellt (SRDQ 2004). Unter der Leitung von Naoi Atsushi wurden im Oktober des Jahres 2004 japanische Männer und Frauen im Alter von 20-79 mit einer Samplegröße von 2000 befragt. Die befragten Kandidaten wurden zufällig ausgesucht und haben daher keine vorbestimmten persönlichen Hintergründe. Die Befragungen wurden von einer privaten Datenerhebungsinstitution anhand persönlicher Interviews durchgeführt beziehungsweise haben die Kandidaten einen Fragebogen zum Ausfüllen erhalten. Von den Befragten haben insgesamt 1294 von 2000 Personen zu diversen Themen Antworten geliefert, was einen Schnitt von 64,70% ausmacht. Aus genau diesem Datensatz gewann ich meine abhängige Variable, unabhängige Variable und Kontrollvariable, welche ich durch die in der Datenbank existierenden Methoden in Verbindung bringen konnte. Von den Gesamtbefragten gaben in meinem Fall 1286 Antworten auf die für diese Arbeit relevanten Fragen. Von den befragten Japanern waren 685 weiblich und 601 männlich. Die erste von mir angewandte Methode diente der Gewinnung von deskriptiven Daten. Als abhängige Va8
riable habe ich die Lebenszufriedenheit gewählt, welche ich dann in 3 Unterkategorien umgeskriptet habe. Personen welche mit 0-3 geantwortet haben gelten als unzufrieden, von 4-6 als durchschnittlich zufrieden und von 7-10 als zufrieden. Für diese Einteilung habe ich mich entschieden, da ich denke, dass Personen, welche mit 0-3 antworten ihre Lebenszufriedenheit eher negativ beurteilen. Personen welche mit 4-6 antworten haben sowohl positive als auch negative Einflüsse auf ihre Lebenszufriedenheit, wobei mal die eine mal die andere Seite überwiegt. Bei Personen welche mit 7-10 antworten wiederum überwiegen die positiven Einflüsse auf die Lebenszufriedenheit. Sowohl die Anzahl der Menschen mit welchen Textnachrichten pro Woche als auch Mails insgesamt ausgetauscht werden, habe ich in drei Kategorien eingeteilt: Wenig, mittel und viel. Dies tat ich, da ich klare Grenzen ziehen wollte zwischen Personen, welche nur mit ihrem engsten Freundeskreis und Familie kommunizieren, denen, welche über den engen Freundeskreis hinaus auch mit Bekannten und Freunden von Freunden kommunizieren oder auch permanent neue Bekanntschaften machen und denen, die mit so vielen Kontakten in Verbindung stehen, dass davon auszugehen ist, dass sie dies im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit tun.
Die zweite angewendete Methode waren die sogenannten Crosstabs ohne das Hinzufügen einer Kontrollvariable, mit welcher Hilfe ich die Abhängigkeit der Lebenszufriedenheit bei der Nutzung bzw. Nichtnutzung von PCs oder Handys untersucht habe. Weiters untersuchte ich die Lebenszufriedenheit in Abhängigkeit von der Anzahl der Nachrichten- und Mailkontakte der befragten Personen. Als nächstes brachte ich als Kontrollvariable das Einkommen ein. Hierbei interessierten mich allerdings nur die Einkommen die geringer als 3.500.000 Yen Haushaltseinkommen im Jahr und mehr als 8.500.000 Yen Haushaltseinkommen im Jahr waren. Die mittleren Einkommen habe ich nicht berücksichtigt, da ich herausfinden wollte, ob das Einkommen in Verbindung mit mobiler Kommunikationstechnologie prinzipiell die Lebenszufriedenheit beeinflusst. Dafür sind die beiden Extreme ausreichend.
Des weiteren habe ich einen Korrelations-Test durchgeführt, um zu sehen, ob ein Zusammenhang zwischen Nachrichtenkontakten und Lebenszufriedenheit, als auch zwischen Mailkontakten und Lebenszufriedenheit besteht oder dieser nur rein zufällig ist. Den T-Test führte ich durch, um die Mittelwerte der Lebenszufriedenheit zwischen Personen mit und ohne PC/Handy zu vergleichen. Zuletzt führte ich eine One Way
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ANOVA mit der Lebenszufriedenheit, als auch mit den Personen im Nachrichten- und Mail Kontakt im umkodierten Stadium durch, um Aufschluss darüber zu erhalten, um Aufschluss darüber zu erhalten, wie genau sich die Lebenszufriedenheit zu den jeweiligen Werten meiner Variablen verhält.
Im Hinblick auf die oben angesprochene spectator‘s happiness stellt sich die Frage „Kann man Lebenszufriedenheit kaufen?“. Internationale Studien dazu zeigen, dass höheres Einkommen sich positiv auf die Lebenszufriedenheit auswirkt (Yang 2008, Headey et al. 2008, Selim 2008). Aus diesem Grund habe ich als Kontrollvariable das Einkommen pro Haushalt gewählt. Da das Senden von Textnachrichten auch in der Smartphone-Ära die häufigste Aktivität am Mobilgerät ist, gefolgt von Internetnutzung und E-Mail senden (Smith 2015) verwendete ich die Variablen der „Personen in Textnachrichtenkontakt per Woche“ sowie „Personen in Mailkontakt gesamt“. Da mobile Geräte der heutigen Zeit beispielsweise Smartphones sowie Tablets die meisten Funktionen von PC und Handy vereinen, wählte ich diese Variablen. Diese dürften brauchbare Daten zu sozialer Vernetzung liefern, in einer Zeit in der soziale Netzwerke gerade erst im Entstehen waren. Die Geschlechter habe ich in dieser Arbeit nicht berücksichtigt, da mein Ziel war, allgemeine Ergebnisse zum Einfluss von mobiler Kommunikationstechnologie auf die Lebenszufriedenheit zu erhalten unabhängig vom Geschlecht. Über den Datensatz der SRDQ hinaus habe ich auch einige aktuellere Statistiken zu Lebenszufriedenheit und Technologiegebrauch analysiert und mit der Sekundärliteratur zu Lebenszufriedenheit und mobiler Kommunikationstechnologie in Verbindung gebracht.
4. Deskriptive Statistik
Als abhängige Variable zur Untersuchung der Forschungsfrage hab ich die Lebenszufriedenheit gewählt, da diese als am besten dafür geeignet schien den Glückszustand der befragten JapanerInnen zu ermitteln. Wie im vorherigen Kapitel erklärt habe ich diese Lebenszufriedenheit nochmals umkodiert. Mehr als 90 Prozent der Befragten haben auf die Frage ihre Lebenszufriedenheit betreffend geantwortet: Die durchschnittliche Lebenszufriedenheit liegt auf einer Skala von 0–10 bei aufgerundet 6, das zeigt, dass die Mehrheit der Befragten positiv auf die Frage geantwortet hat.
Als unabhängige Variable habe ich die Nutzung bzw. Nichtnutzung von Handys als auch PCs gewählt. Fast 70% der Befragten verwendeten ein Handy wohingegen knapp
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50% einen PC verwendeten. Dies geht mit der Prognose des Statistics Portal konform, laut welchem bis 2019 107,2 Mio. Leute in Japan Smartphones verwendet werden, was fast 90% der Bevölkerung Japans ausmacht (Statista 2016). In weiteren Durchläufen legte ich als unabhängige Variablen den Textnachrichten- sowie den E-Mailaustausch fest. Dabei kam heraus, dass die befragten JapanerInnen im Durchschnitt mit 8 Personen wöchentlich Textnachrichten austauschten. Insgesamt standen die Befragten durchschnittlich mit 17 Personen im Mailkontakt.
Als Kontrollvariablen dienten einerseits das Alter in Zehnerschritten als auch das Gehalt. Die Mehrheit der Befragten war in ihren 50ern und 60ern. Beim Gehalt gaben die meisten Befragten an, weniger als 3.500.000 Yen pro Jahr zu verdienen und die wenigsten hatten über 8.500.000 Yen.
Ta
belle 1: Deskripve StaskVariable n Mi
elwert/Prozent S.D. min Lebenszufriedenheit 1263 6.05 2.09 0Haushaltseinkommen in Yen 862 2.4049weniger als\ 3.500.000 28.23.500.000-\ 5.500.000 25.35.500.000-\ 8.500.000 24.4\8.500.000 oder mehr 22.2Alterskategorien 128520s 9.330s 18.340s 15.650s 21.960s 21.970s 13.1 Ja NeinVerwenden Handy 1284 68.6 31.4 Verwenden PC 1266 49.5 50.5 Wenig Mi
el VielDie Anzahl der Menschen 597 27.4 59.2 13.4 die Textnachrichtenaustauscht pro WocheDie Anzahl der Menschen 437 48.6 41.3 10.1die E-Mails austauscht gesamt
Tabelle 1: Deskriptive Statistik
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5. Multivariate Statistik
Durch die Anwendung multivariater Analysen wie den bivariaten Korrelationen, Crosstabs, T-Tests und ANOVA gewann ich mehr Informationen über den Zusammenhang der ausgewählten Variablen.
5. 1. Crosstabs ohne Kontrollvariable
Bei den Ergebnissen der Crosstabs im Bezug auf die Lebenszufriedenheit im Zusammenhang mit der Nutzung bzw. keiner Nutzung eines Handys kam ein Niveau heraus, welches mit einem Wert größer 0.05 nicht signifikant war; x²(2) = 1.951, p = .377. Bei den Ergebnissen der Crosstabs im Bezug auf die Lebenszufriedenheit im Zusammenhang mit der Nutzung bzw. keiner Nutzung eines PCs kam ein Niveau heraus, welches mit einem Wert größer als 0.05 nicht signifikant war; x²(2) = 3.601, p = .165. Sowohl bei der Frage nach der Nutzung bzw. keiner Nutzung eines Handys als auch eines PCs ist kein signifikanter Unterschied in der Lebenszufriedenheit festzustellen.
Lebenszufriedenheit
Handy Kein Handy x²(2)=1.951, p=.377 (%) (%)Unzufrieden 12.5 10.6Durchschni­lich Zufrieden 41.2 45.1Zufrieden 46.3 44.3n= 866 395Lebenszufriedenheit PC Kein PC x²(2)=3.601, p=.165 (%) (%)Unzufrieden 12.3 11.5Durchschni­lich Zufrieden 39.8 45Zufrieden 47.9 43.5n= 626 635Lebenszufriedenheit wenig mi­el viel x²(4)=3.302, p=.509 (%) (%) (%)Unzufrieden 13.5 9.6 16.3Durchschni­lich Zufrieden 41.3 37.9 37.2Zufrieden 45.2 52.5 46.5n= 208 177 43Mailkontakt mit LeutenLebenszufriedenheit wenig mi­el viel x²(4)=3.182, p=.528 (%) (%) (%)Unzufrieden 13.0 10.6 17.7Durchschni­lich Zufrieden 41.6 42.8 40.5Zufrieden 45.3 46.6 41.8n= mit Leutennote Handy Kein Handy x²(2)=1.951, p=.377 (%) (%)Unzufrieden 12.5 10.6Durchschni­lich Zufrieden 41.2 45.1Zufrieden 46.3 44.3n= 866 395Lebenszufriedenheit PC Kein PC x²(2)=3.601, p=.165 (%) (%)Unzufrieden 12.3 11.5Durchschni­lich Zufrieden 39.8 45Zufrieden 47.9 43.5n= 626 635Lebenszufriedenheit wenig mi­el viel x²(4)=3.302, p=.509 (%) (%) (%)Unzufrieden 13.5 9.6 16.3Durchschni­lich Zufrieden 41.3 37.9 37.2Zufrieden 45.2 52.5 46.5n= 208 177 43Mailkontakt mit LeutenLebenszufriedenheit wenig mi­el viel x²(4)=3.182, p=.528 (%) (%) (%)Unzufrieden 13.0 10.6 17.7Durchschni­lich Zufrieden 41.6 42.8 40.5Zufrieden 45.3 46.6 41.8n= mit Leutennote Tabelle 2: Crosstabs Lebenszufriedenheit – Handynutzung
Tabelle 3: Crosstabs Lebenszufriedenheit – PC Nutzung
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Bei den Ergebnissen der Crosstabs im Bezug auf die Lebenszufriedenheit im Zusammenhang mit den Mailkontakten kam ein Niveau heraus, welches mit einem Wert größer als 0.05 nicht signifikant war; x²(2) = 3.302, p = .509. Bei den Ergebnissen der Crosstabs im Bezug auf die Lebenszufriedenheit im Zusammenhang mit den Textnachrichten kam ein Niveau heraus, welches mit einem Wert größer als 0.05 nicht signifikant war; x²(2) = 3.182, p = .528. Weder bei den Mailkontakten noch bei den Textnachrichten gab es starke Abweichungen was die Lebenszufriedenheit betrifft.
5. 2. Crosstabs mit Kontrollvariablen
47.9 43.5n= 626 635Lebenszufriedenheit wenig mi­el viel x²(4)=3.302, p=.509 (%) (%) (%)Unzufrieden 13.5 9.6 16.3Durchschni­lich Zufrieden 41.3 37.9 37.2Zufrieden 45.2 52.5 46.5n= 208 177 43Mailkontakt mit LeutenLebenszufriedenheit wenig mi­el viel x²(4)=3.182, p=.528 (%) (%) (%)Unzufrieden 13.0 10.6 17.7Durchschni­lich Zufrieden 41.6 42.8 40.5Zufrieden 45.3 46.6 41.8n= 161 348 79Textnachrichten mit Leutennote *p<.05, **p<.01, ***p<.001Lebenszufriedenheit ­lich Zufrieden 39.8 45Zufrieden 47.9 43.5n= 626 635Lebenszufriedenheit wenig mi­el viel x²(4)=3.302, p=.509 (%) (%) (%)Unzufrieden 13.5 9.6 16.3Durchschni­lich Zufrieden 41.3 37.9 37.2Zufrieden 45.2 52.5 46.5n= 208 177 43Mailkontakt mit LeutenLebenszufriedenheit wenig mi­el viel x²(4)=3.182, p=.528 (%) (%) (%)Unzufrieden 13.0 10.6 17.7Durchschni­lich Zufrieden 41.6 42.8 40.5Zufrieden 45.3 46.6 41.8n= 161 348 79Textnachrichten mit Leutennote *p<.05, **p<.01, ***p<.001Einkommen <3.500.000 YenLebenszufriedenheit Handy Kein Handy x²(2)=2.867, p=.238 (%) (%)Unzufrieden 20.7 12.6Durchschnilich Zufrieden 41.4 46.5Zufrieden 37.8 40.9n= 111 127Einkommen <3.500.000 YenLebenszufriedenheit PC Kein PC x²(2)=1.239, p=.538 Tabelle 4: Crosstabs Lebenszufriedenheit – Mailkontakt
Tabelle 5: Crosstabs Lebenszufriedenheit – Textnachrichten
Tabelle 6: Crosstabs Lebenszufriedenheit – Handynutzung – wenig Einkommen
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Bei den Ergebnissen der Crosstabs im Bezug auf die Lebenszufriedenheit mit einem Einkommen von weniger als 3.500.000 Yen als Kontrollvariable im Zusammenhang mit der Nutzung bzw. keiner Nutzung eines Handys kam ein Niveau heraus, welches mit 0.05 nicht signifikant war; x²(2) = 2.867, p = .238. Bei den Ergebnissen der Crosstabs im Bezug auf die Lebenszufriedenheit mit einem Einkommen von mehr als 8.500.000 Yen als Kontrollvariable im Zusammenhang mit der Nutzung bzw. keiner Nutzung eines Handys kam ein Niveau heraus, welches mit 0.05 nicht signifikant war; x²(2) = 3.521, p = .172.
Eink
ommen >8.500.000 YenLebenszufriedenheit Handy Kein Handy x²(2)=3.521, p=.172 (%) (%)Unzufrieden 5.3 8.1Durchschnilich Zufrieden 37.7 21.6Zufrieden 57.0 70.3n= 151 37Einkommen >8.500.000 YenLebenszufriedenheit PC Kein PC x²(2)=9.358, **p=.009 (%) (%)Unzufrieden 3.8 10.9Durchschnilich Zufrieden 40.6 20.0 Zufrieden 55.6 69.1n= 133 55Einkommen >8.500.000 Yen Mailkontakt mit LeutenLebenszufriedenheit wenig miel viel x²(4)=10.686, *p=.03 (%) (%) (%)>8.500.000 YenLebenszufriedenheit Handy Kein Handy x²(2)=3.521, p=.172 (%) (%)Unzufrieden 5.3 8.1Durchschnilich Zufrieden 37.7 21.6Zufrieden 57.0 70.3n= 151 37Einkommen >8.500.000 PC PC 9.358, **p=.009 3.8 10.9Durchschni40.6 20.0 Zufrieden 55.6 69.1n= 133 55Einkommen >8.500.000 Yen Mailkontakt mit LeutenLebenszufriedenheit wenig miel viel x²(4)=10.686, *p=.03 (%) (%) (%)Unzufrieden .0 2.3 15.4Durchschnilich Zufrieden 35.0 43.2 53.8Zufrieden 65.0 54.5 30.8n= 40 44 13Einkommen >8.500.000 Yen Textnachrichten mit LeutenLebenszufriedenheit wenig miel viel x²(4)=2.714, p=.607 (%) (%) (%)Unzufrieden 10.7 6.6 .0Durchschnilich Zufrieden 35.7 36.1 53.8Zufrieden 53.6 57.4 46.2n= 28 61 13note *p<.05, **p<.01, ***p<.001Einkommen <3.500.000 Yen Textnachrichten mit LeutenLebenszufriedenheit wenig miel viel x²(4)=11.892, *p=.018 (%) (%) (%)<3.500.000 YenLebenszufriedenheit Handy Kein Handy x²(2)=2.867, p=.238 (%) (%)Unzufrieden 20.7 12.6Durchschnilich Zufrieden 41.4 46.5Zufrieden 37.8 40.9n= 111 127Einkommen <3.500.000 YenLebenszufriedenheit PC Kein PC x²(2)=1.239, p=.538 (%) (%)Unzufrieden 20.0 15.3Durchschnilich Zufrieden 38.2 45.9 Zufrieden 41.8 38.8n= 55 183Einkommen <3.500.000 Yen Mailkontakt mit LeutenLebenszufriedenheit wenig miel viel x²(4)=5.971, p=.201 (%) (%) (%)Unzufrieden 17.6 21.4 66.7Durchschnilich Zufrieden 52.9 28.6 .0Zufrieden 29.4 50.0 33.3n= 17 14 3note Tabelle 7: Crosstabs Lebenszufriedenheit – Handynutzung – hohes Einkommen
Tabelle 8: Crosstabs Lebenszufriedenheit – PC Nutzung – wenig Einkommen
Tabelle 9: Crosstabs Lebenszufriedenheit – PC Nutzung – hohes Einkommen
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Bei den Ergebnissen der Crosstabs im Bezug auf die Lebenszufriedenheit mit einem Einkommen von weniger als 3.500.000 Yen als Kontrollvariable im Zusammenhang mit der Nutzung bzw. keiner Nutzung eines PCs kam ein Niveau heraus, welches mit 0.05 nicht signifikant war; x²(2) = 1.239, p = .538. Bei den Ergebnissen der Crosstabs im Bezug auf die Lebenszufriedenheit mit einem Einkommen von mehr als 8.500.000 Yen als Kontrollvariable im Zusammenhang mit der Nutzung bzw. keiner Nutzung eines PCs kam ein Niveau heraus, welches mit einem Wert von unter 0.01 sehr signifikant war; x²(2) = 9.358, **p = .009. Meinen Ergebnissen zufolge haben von den Leuten, die mit „unzufrieden“ geantwortet haben verwenden nur ein Drittel PCs, wohingegen zwei Drittel der unzufriedenen Personen keinen PC haben. Bei den durchschnittlich Zufriedenen jedoch verwenden doppelt soviele Leute einen PC, als die die keinen haben.
Einkommen <3.500.000 Yen Textnachrichten mit LeutenLebenszufriedenheit wenig miel viel x²(4)=11.892, *p=.018 (%) (%) (%)Unzufrieden .0 20.0 57.1Durchschnilich Zufrieden 64.7 40.0 28.6Zufrieden 35.3 40.0 14.3n= 17 35 7Einkommen <3.500.000 YenLebenszufriedenheit PC Kein PC x²(2)=1.239, p=.538 (%) (%)Unzufrieden 20.0 15.3Durchschnilich Zufrieden 38.2 45.9 Zufrieden 41.8 38.8n= 55 183Einkommen <3.500.000 Yen Mailkontakt mit LeutenLebenszufriedenheit wenig miel viel x²(4)=5.971, p=.201 (%) (%) (%)Unzufrieden 17.6 21.4 66.7Durchschnilich Zufrieden 52.9 28.6 .0Zufrieden 29.4 50.0 33.3n= 17 14 3note *p<.05, **p<.01, ***p<.001Einkommen >8.500.000 YenLebenszufriedenheit Handy Kein Handy x²(2)=3.521, p=.172 (%) (%)Unzufrieden 5.3 8.1Durchschnilich Zufrieden 37.7 21.6Zufrieden 57.0 70.3n= 151 37Einkommen >8.500.000 YenLebenszufriedenheit PC Kein PC x²(2)=9.358, **p=.009 (%) (%)Unzufrieden 3.8 10.9Durchschnilich Zufrieden 40.6 20.0 Zufrieden 55.6 69.1n= 133 55Einkommen >8.500.000 Yen Mailkontakt mit LeutenLebenszufriedenheit wenig miel viel x²(4)=10.686, *p=.03 (%) (%) (%)Unzufrieden .0 2.3 15.4Durchschnilich Zufrieden 35.0 43.2 53.8Zufrieden 65.0 54.5 30.8n= 40 44 13Einkommen >8.500.000 Yen Textnachrichten mit LeutenLebenszufriedenheit wenig miel viel x²(4)=2.714, p=.607 (%) (%) (%)Unzufrieden 10.7 6.6 .0Durchschnilich Zufrieden 35.7 36.1 53.8Zufrieden 53.6 57.4 46.2n= 28 61 13note *p<.05, **p<.01, ***p<.001
Tabelle 10: Crosstabs Lebenszufriedenheit – Textnachrichten – wenig Einkommen
Tabelle 11: Crosstabs Lebenszufriedenheit – Textnachrichten – hohes Einkommen
15
Bei den Ergebnissen der Crosstabs im Bezug auf die Lebenszufriedenheit mit einem Einkommen von weniger als 3.500.000 Yen als Kontrollvariable im Zusammenhang mit den Textnachrichten kam ein Niveau heraus, mit einem Wert von unter 0.05 signifikant war; x²(4) = 11.892, *p = .018. Bei einem Einkommen von unter 3.500.000 Yen schreiben unglückliche Menschen eher mehr Textnachrichten, wohingegen es bei glücklichen Menschen eher durchschnittlich viele Nachrichten sind. Bei den Ergebnissen der Crosstabs im Bezug auf die Lebenszufriedenheit mit einem Einkommen von mehr als 8.500.000 Yen als Kontrollvariable im Zusammenhang mit den Textnachrichten kam ein Niveau heraus, welches mit 0.05 nicht signifikant war; x²(4) = 2.714, p = .607. Mit einem Einkommen von 8.500.000 Yen oder mehr verhält es sich bei den unglücklichen genau umgekehrt zu jenen mit weniger Einkommen, jedoch ist bei den glücklicheren auch ein durchschnittlich häufiger Textnachrichtenaustausch festzustellen, der jedoch nicht signifikant ist.
Einkommen <3.500.000 Yen Textnachrichten mit LeutenLebenszufriedenheit wenig miel viel x²(4)=11.892, *p=.018 (%) (%) (%)Unzufrieden .0 20.0 57.1Durchschnilich Zufrieden 64.7 40.0 28.6Zufrieden 35.3 40.0 14.3n= 17 35 7Einkommen <3.500.000 YenLebenszufriedenheit Handy Kein Handy x²(2)=2.867, p=.238 (%) (%)Unzufrieden 20.7 12.6Durchschnilich Zufrieden 41.4 46.5Zufrieden 37.8 40.9n= 111 127Einkommen <3.500.000 YenLebenszufriedenheit PC Kein PC x²(2)=1.239, p=.538 (%) (%)Unzufrieden 20.0 15.3Durchschnilich Zufrieden 38.2 45.9 Zufrieden 41.8 38.8n= 55 183Einkommen <3.500.000 Yen Mailkontakt mit LeutenLebenszufriedenheit wenig miel viel x²(4)=5.971, p=.201 (%) (%) (%)Unzufrieden 17.6 21.4 66.7Durchschnilich Zufrieden 52.9 28.6 .0Zufrieden 29.4 50.0 33.3n= 17 14 3note *p<.05, **p<.01, ***p<.001Einkommen >8.500.000 YenLebenszufriedenheit Handy Kein Handy x²(2)=3.521, p=.172 (%) (%)Unzufrieden 5.3 8.1Durchschnilich Zufrieden 37.7 21.6Zufrieden 57.0 70.3n= 151 37Einkommen >8.500.000 YenLebenszufriedenheit PC Kein PC x²(2)=9.358, **p=.009 (%) (%)Unzufrieden 3.8 10.9Durchschnilich Zufrieden 40.6 20.0 Zufrieden 55.6 69.1n= 133 55Einkommen >8.500.000 Yen Mailkontakt mit LeutenLebenszufriedenheit wenig miel viel x²(4)=10.686, *p=.03 (%) (%) (%)Unzufrieden .0 2.3 15.4Durchschnilich Zufrieden 35.0 43.2 53.8Zufrieden 65.0 54.5 30.8n= 40 44 13Einkommen >8.500.000 Yen Textnachrichten mit LeutenLebenszufriedenheit wenig miel viel x²(4)=2.714, p=.607 (%) (%) (%)Unzufrieden 10.7 6.6 .0Durchschnilich Zufrieden 35.7 36.1 53.8Zufrieden Tabelle 12: Crosstabs Lebenszufriedenheit – Mailkontakt – wenig Einkommen
Tabelle 13: Crosstabs Lebenszufriedenheit – Mailkontakt – hohes Einkommen
16
Bei den Ergebnissen der Crosstabs im Bezug auf die Lebenszufriedenheit mit einem Einkommen von weniger als 3.500.000 Yen als Kontrollvariable im Zusammenhang mit den Mailkontakten kam ein Niveau heraus, welches mit einem Wert größer als 0.05 nicht signifikant war; x²(4) = 5.971, p = .201. Zu der Variablenkombination für Leute mit einem Einkommen von weniger als 3.500.000 Yen und ihrem Mailkontakt war die Anzahl der Befragten sehr gering und ist daher nicht signifikant. Bei den Ergebnissen der Crosstabs im Bezug auf die Lebenszufriedenheit mit einem Einkommen von mehr als 8.500.000 Yen als Kontrollvariable im Zusammenhang mit den Mailkontakten kam ein Niveau heraus, welches mit einem Wert von unter 0.05 signifikant war; x²(4) = 10.686, *p = .03. Mit einem Einkommen von 8.500.000 Yen und mehr hatten unglückliche Leute mehr Mailkontakte und glücklichere eher weniger Mailkontakte. Da jedoch bei einem Einkommen von weniger als 3.500.000 Yen pro Jahr 0% der Befragten in die Kategorie „wenig/unzufrieden“ fallen als auch nur 7 Personen in der Kategorie „viel“ sind, kann man in diesem Fall nicht von einem signifikanten Ergebnis sprechen. Auch bei einem Einkommen von mehr als 8.500.000 fallen 0% in die Kategorie „viel/unzufrieden“.
5. 3. Korrelation
Der Zusammenhang zwischen Textnachrichten per Woche und Lebenszufriedenheit wurde mit Hilfe des Pearson Product-Moment Korrelationskoeffizient ermittelt. Es gab eine negative Korrelation zwischen den beiden Variablen, r = -0.023, n = 588, p = .29.Weiters wurde der Zusammenhang zwischen Mailkontakten gesamt und Lebenszufriedenheit mit Hilfe des Pearson Product-Moment Korrelationskoeffizient ermittelt.
Ta
belle 2: KorrelaonVariable n Pearson Korrelaon Sig. Personen in 588 -0.023 0.29Textnachrichtenkontaktper WochePersonen in Mailkontakt 428 .035 .237gesamt
Tabelle 14: Korrelation
17
Es gab eine positive Korrelation zwischen den beiden Variablen, r = .035, n = 428, p = .237. Dementsprechend ist die Unzufriedenheit bei mehr Textkontakten höher, wobei die Zufriedenheit bei mehr Mailkontakten steigt. Jedoch ist zu beachten, dass beide Ergebnisse nicht signifikant sind.
5. 4. T-Test
Ein T-Test für unverbundene Stichproben wurde durchgeführt, um die Lebenszufriedenheit von Menschen die ein Handy verwenden mit denen die keines verwenden zu vergleichen. Der Unterschied zwischen Menschen mit Handy (M=6.03, SD = 2.087) und Menschen ohne Handy (M = 6.10, SD = 2.094) war am 0.05-Niveau nicht signifikant; t (1259) = .571, p=.568. Ein weiterer T-Test für unverbundene Stichproben wurde durchgeführt, um die Lebenszufriedenheit von Menschen die einen PC verwenden mit denen die keinen verwenden zu vergleichen. Der Unterschied zwischen Menschen mit PC (M=6.04, SD = 2.164) und Menschen ohne PC (M = 6.06, SD = 2.011) war am 0.05-Niveau nicht signifikant; t (1259) = .208, p=.835.
Va
riable PC Kein PC mean S.D. mean S.D. min max two sample T-TestFaktoren 6.04 2.164 6.06 2.011 0 1 t(1259)=.208, p=.835Variable Handy Kein Handy mean S.D. mean S.D. min max two sample T-TestFaktoren 6.03 2.087 6.10 2.094 0 1 t(1259)=-.571, p=.568Variable PC Kein PC mean S.D. mean S.D. min max two sample T-TestFaktoren 6.04 2.164 6.06 2.011 0 1 t(1259)=.208, p=.835Variable Handy Kein Handy mean S.D. mean S.D. min max two sample T-TestFaktoren 6.03 2.087 6.10 2.094 0 1 t(1259)=-.571, p=.568
Tabelle 15: T-Test PC Nutzung
Tabelle 16: T-Test Handynutzung
18
5. 5. One-way ANOVA
Eine einfaktorielle Varianzanalyse wurde durchgeführt, um den Einfluss von Textnachrichtenkontakt per Woche auf Lebenszufriedenheit zu untersuchen. Es gab keinen statistisch signifikanten Unterschied am Signifikanzniveau von 0.05 für Lebenszufriedenheit zu unterschiedlicher Textkontakthäufigkeit: F (2, 585) = .5, p= .371. Eine weitere einfaktorielle Varianzanalyse wurde durchgeführt, um den Einfluss von vorhandenen Mailkontakten insgesamt auf Lebenszufriedenheit zu untersuchen. Es gab keinen statistisch signifikanten Unterschied am Signifikanzniveau von 0.05 für Lebenszufriedenheit zu unterschiedlicher Mailkontaktanzahl: F (2, 425) = .7, p= .236.
Abbildung 1: ANOVA zu Textnachrichten
19
Bei beiden Ergebnissen der One-way ANOVA lag die durchschnittliche Lebenszufriedenheit über allen Niveaus der x-Achse bei einem Wert von ca. 6. Einbrüche fanden sich, falls vorhanden, im Anfangs-, mittleren und Endbereich der Skala.
6. Diskussion
In Anbetracht der Leitfrage lässt sich sagen, dass sich keine großen Veränderungen in der Auswirkung von mobiler Kommunikationstechnologie auf die Lebenszufriedenheit anhand der Datensätze feststellen lässt. Das lässt vermuten, dass sowohl das Vorhandensein als auch das Nichtvorhandensein von derartiger Technologie keine Verbesserung oder Verschlechterung der Lebenszufriedenheit bewirkt.
Meine erste Hyphothese, dass Menschen in Japan durch mobile Technologien mehr Möglichkeiten haben mit ihren Mitmenschen zu kommunizieren und dadurch zufriedener sind, lässt sich durch den Datensatz aus dem Jahr 2004 nicht belegen, da in diesem sowohl Menschen mit geringen Kontakten als auch mit vielen Kontakten ein ähnliches Lebenszufriedenheitsniveau haben. Ergebnisse neuerer Studien beziehen
Abbildung 2: ANOVA zu Mailkontakten
20
auch die Qualität der Freundschaft mit ein, wodurch sich differenzierte Aussagen treffen lassen: „While individuals varying on happiness did not differ on […] quantity of friends, very happy individuals had more actual friends than did those who were unhappy“ (Holmberg 2014). Jedoch macht es sich bei älteren Personen deutlicher bemerkbar, dass Kommunikation eine entscheidende Rolle zur Steigerung der Lebenszufriedenheit spielt. Weiters kann man aus der Sekundärliteratur entnehmen, dass es allgemein die Tendenz gibt, dass sich die Lebenszufriedenheit durch eine stärkere Vernetzung in sozialen Medien erhöht (Grieve et al. 2013).
Die zweite Hyphothese, dass sich das Nichtvorhandensein eines PCs mit einem geringen Einkommen überschneidet lässt sich bestätigen. Jedoch gibt es mehr zufriedene Personen als unzufriedene bei einem geringen Einkommen ohne PC. Bei den Crosstabs ohne Kontrollvariablen lässt sich feststellen, dass der Besitz oder Nichtbesitz eines PCs oder eines Handys keinen großen Einfluss auf die Lebenszufriedenheit hat. Jedoch ist es bei den Kontakten, mit welchen man in Nachrichten- oder Mailkontakt steht so, dass eher ein mittelgroßes Netzwerk von Kontakten zu einer höheren Lebenszufriedenheit führt, als wenn zu wenige oder zu viele Kontakte vorhanden sind.
Das Einkommen spielt eine weniger große Rolle im Einfluss auf die Lebenszufriedenheit im Bezug auf den Besitz bzw. Nichtbesitz eines Handys oder PCs. Jedoch scheint, dass Personen mit einem besonders hohen Einkommen glücklicher sind, auch wenn sie keinen PC verwenden.
Sowohl die Korrelation, der T-Test als auch die One-way ANOVA zeigen keine signifikanten Unterschiede der Lebenszufriedenheit im Bezug auf die unabhängigen Variablen. Daraus kann geschlossen werden, dass allgemein diese Faktoren die Lebenszufriedenheit eher schwach bis gar nicht beeinflussen. Dies geht wiederum mit Spahns Ausführungen zu spectator's happiness mitein, welche besagt, dass die Lebenszufriedenheit beim Vorhandensein und Nichtvorhandensein von Technologie nicht steigt oder sinkt, sondern eine andere ist (Spahn 2015).
Auch wenn die meisten Ergebnisse aus dem Datensatz wenig statistische Signifikanz haben, sind sie doch aussagekräftig in dem Sinne, dass das Vorhandensein als auch Nichtvorhandensein von Handys bzw. PCs, als auch die Kontakte mit welchen man über Technologie kommuniziert, keinen großen Unterschied bei der Lebenszufriedenheit zur Folge haben. Man kann in Anlehnung an bisherige Forschungsergebnisse davon ausge21
hen, dass sich Menschen an genau diese Dinge gewöhnen und aus diesem Grund keine Veränderung feststellbar ist: „In summary, our basic findings are that technology access is positive for well-being around the world in general, but with diminishing marginal returns for those respondents who already have a great deal of access to those technologies“ (Graham/Nikolova 2012:138). Jedoch ist es wahrscheinlich, dass ein plötzlicher Entzug dieser Technologien einen negativen Einfluss auf die Lebenszufriedenheit, sowie ein plötzlicher Kontakt mit diesen einen positiven Einfluss auf die Lebenszufriedenheit hat (Graham/Nikolova 2012:135). Ein konkretes Beispiel dafür liefern Carol Graham und Milena Nikolova, in welchem beschrieben wird, wie Menschen aus ärmlichen Verhältnissen in Afrika welche auf einmal mit Kommunikationstechnologie in Kontakt gebracht werden einen größeren Anstieg in ihrer Lebenszufriedenheit zu vermerken haben, als diejengen welche schon von Kindesbeinen an mit ihr in Kontakt standen (Graham/Nikolova 2012:135–137).
Meine Studie überprüft nicht den Einfluss wie die Art des verwendeten mobilen Gerätes und auch die Marke Einfluss nimmt – die Beliebtheit des ausländischen Players Apple mit seinem iPhone (Shah 2015) suggeriert, dass auch das fashion statement das mit einem Smartphone einhergeht eine Rolle spielt (Katz/Sugiyama 2006). Seit dem Boom der Smartphones nehmen mobile Endgeräte in den letzten Jahren auch eine etwas aktivere Rolle, als die Funktion als Kommunikationsmittel darstellt, ein. Für alle die nach dem Glück suchen, gibt es eigens zugeschnittene Selbsthilfe-Apps, die ihren Nutzern Aktivitäten vorschlagen, die einen Zuwachs bei der Lebenszufriedenheit bringen sollen (Howells 2014). Desweiteren werden Apps auch für die Glücksforschung eingesetzt, in die die Nutzer ihr Zufriedenheitslevel eintragen können (Sakawa 2015). Diese wären weitere mögliche Ansätze, um den Zusammenhang mobiler Kommunikationstechnologie mit Lebenszufriedenheit in Japan zu erforschen.
7. Zusammenfassung
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Thema der mobilen Kommunikationstechnologie noch sehr jung ist und derzeit stetig starken Veränderungen unterliegt. 2004 gab es bereits Computer und Handys, allerdings ging Facebook erst online und Twitter ließ noch zwei Jahre auf sich warten.
Meine Studie ergab, dass das Vorhandensein bzw. Nichtvorhandensein von Tech22
nologie und die dadurch mögliche Kommunikation keine signifikanten Einflüsse auf die Lebenszufriedenheit der JapanerInnen 2004 hatte. Der Grund dafür liegt in einer andersartigen Form der Lebenszufriedenheit, mit oder ohne Technologie. Bis zum heutigen Tage in Japan nimmt die Verwendung von elektronischen Kommunikationsmitteln weiter zu, durch die Verbreitung von sozialen Medien und instant messaging services dürfte sich die Lage in Japan bereits verändert haben, was wohl langfristig einen Einfluss auf die Lebenszufriedenheit haben wird.
Da mobile Kommunikationstechnologie aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken ist, müssen wir lernen damit verantwortungsbewusst umzugehen, um glücklich zu sein.
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9. Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: ANOVA zu Textnachrichten..................................................................................18
Abbildung 2: ANOVA zu Mailkontakten....................................................................................19
10. Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Deskriptive Statistik..................................................................................................10
Tabelle 2: Crosstabs Lebenszufriedenheit – Handynutzung.....................................................11
Tabelle 3: Crosstabs Lebenszufriedenheit – PC Nutzung..........................................................11
Tabelle 4: Crosstabs Lebenszufriedenheit – Mailkontakt.........................................................12
Tabelle 5: Crosstabs Lebenszufriedenheit – Textnachrichten..................................................12
Tabelle 6: Crosstabs Lebenszufriedenheit – Handynutzung – wenig Einkommen.................12
Tabelle 7: Crosstabs Lebenszufriedenheit – Handynutzung – hohes Einkommen..................13
Tabelle 8: Crosstabs Lebenszufriedenheit – PC Nutzung – wenig Einkommen......................13
Tabelle 9: Crosstabs Lebenszufriedenheit – PC Nutzung – hohes Einkommen......................13
Tabelle 10: Crosstabs Lebenszufriedenheit – Textnachrichten – wenig Einkommen.............14
Tabelle 11: Crosstabs Lebenszufriedenheit – Textnachrichten – hohes Einkommen..............14
Tabelle 12: Crosstabs Lebenszufriedenheit – Mailkontakt – wenig Einkommen....................15
Tabelle 13: Crosstabs Lebenszufriedenheit – Mailkontakt – hohes Einkommen....................15
Tabelle 14: Korrelation...............................................................................................................16
Tabelle 15: T-Test PC Nutzung....................................................................................................17
Tabelle 16: T-Test Handynutzung...............................................................................................17

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Chester J. Albin

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